Agile wirkt - auch auf die Bindung ans Unternehmen!

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Quelle: pexels.com

In diesem und den folgenden Artikeln stellen wir Ihnen die Ergebnisse einer groß angelegten Studie zum Thema Agilität vor.

MitarbeiterInnen sind ein wertvolles Gut. Die Ressource Mensch wird für viele Unternehmen immer wichtiger – wichtig, um die oftmals stetig steigenden Anforderungen von Seiten der KundInnen zu bewerkstelligen und gleichzeitig den Erfolg des Unternehmens sicherzustellen. Die Ansprüche der MitarbeiterInnen werden dabei aber auch immer größer. Nie hat das Sprichwort „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ mehr zugetroffen als im heutigen Geschäftsleben. Agile Arbeitsformen sind eine – offenbar sehr erfolgsversprechende – Antwort auf diese Herausforderungen.

In einer groß angelegten Studie wurden über 3500 ArbeitnehmerInnen zu ihrem Engagement, ihrer Zufriedenheit, dem Burnout-Risiko, der Loyalität zu ihrem Unternehmen und vielen anderen zentralen Erfolgsfaktoren für Unternehmen und Menschen befragt. Einen erheblichen Raum nahm das Thema Agilität ein. In den nächsten Wochen möchten wir sukzessive die Ergebnisse dieser groß angelegten Studie veröffentlichen, die sich unter anderem mit den Auswirkungen von Agilität auseinandersetzt.

Wie wurde Agilität gemessen?

Agilität wurde mit einem eigens von der Karl-Franzens-Universität Graz gemeinsam mit dem arbeits- und organisationspsychologischen Beratungsunternehmen research-team entwickelten Fragebogen in zwei primären Facetten gemessen: das agile Mindset im Unternehmen & die agile Führungskultur.

In puncto Unternehmenskultur fokussiert sich der in der Studie eingesetzte Agility-Check-Fragebogen hauptsächlich auf drei Aspekte: KundInnenorientierung, Weiterbildung/Lernen und Gestaltungsfreiheit/Vertrauen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Verglichen wurden Unternehmen mit sehr agil ausgeprägtem Mindset mit jenen, die sehr geringes Mindset aufweisen. Die Klarheit der Studienergebnisse hat selbst uns überrascht:

So wirkt agile Unternehmenskultur...

  • Über 50 Prozent der Befragten, die ihren Angaben zur Folge in sehr agilen Unternehmenskulturen beheimatet sind, sind sehr zufrieden und mehr als 40 Prozent hoch engagiert.

  • Ganz im Gegensatz zu den TeilnehmerInnen, die in Unternehmen arbeiten, wo agiles Mindset wenig ausgeprägt ist. Hier sind gerade einmal 13 Prozent besonders zufrieden sowie ausgesprochen engagiert.

Insbesondere der Fokus auf "persönliche Weiterentwicklung" stärkt die Bindung ans Unternehmen

  • Bei geringen Mindset-Werten in der Skala „Weiterentwicklung/Lernmöglichkeit“ weisen nur 47% der Belegschaft eine hohe Bindung an das Unternehmen auf. 53% der MitarbeiterInnen haben eine hohe Bereitschaft zu wechseln.
  • In Unternehmen, in denen die MitarbeiterInnen beispielsweise angeregt werden, mit anderen ihre Arbeitsweise und ihr Wissen auszutauschen und dabei unterstützt werden sich selbst zu verbessern – also hohe Werte in der Mindset-Skala „Weiterentwicklung/Lernen“ aufweisen – zeigen sich ganz andere Bindungswerte: Hier möchten 86% der Befragten im Unternehmen bleiben

Was erwartet Sie in den kommenden Wochen...

... weitere Zahlen, Daten und Fakten in Bezug auf unsere Erkenntnisse im Bereich Agilität. Zudem werden wir in den folgenden Artikeln die zwei weiteren Ebenen darstellen, die wesentlich sind, um ein Fundament für eine agile Organisation zu schaffen. Bleiben Sie also dabei.

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Infos zur Studie: Arbeitswelt 2018

Wer hat die Studie durchgeführt: die Karl-Franzens-Universität Graz in Kooperation mit dem arbeits- und organisationspsychologischen Beratungs­unternehmen research-team

Ziel der Studie: allgemein die Wirkung von verschiedenen Arbeitsbedingungen bzw. Rahmenbedingungen in der Arbeit auf die Menschen und deren Leistungsbereitschaft, Zufriedenheit, Bindung, Gesundheit etc. zu erfassen. 2018 wurde ein besonderer Schwerpunkt auf Agilität in Unternehmen gelegt.

Wann wurde die Studie durchgeführt: 2018 und davor bereits im Drei-Jahres-Rhythmus, um auch langfristige Tendenzen in der Arbeitswelt gut abbilden zu können.

Wer hat teilgenommen: 3.584 Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unabhängig von deren Arbeitgebern. In der Studie wird sichergestellt, ein repräsentatives Bild der Berufstätigen in der DACH-Region widerzuspiegelen.

 

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