Jedes Alter hat seine Stärken - Generationenmanagement im Unternehmen

Warum Generationenmanagement unsere Aufmerksamkeit fordert?

Der demographische Wandel schreitet voran, sodass die Anzahl der Menschen über 60 Jahre weltweit  bis 2050 um bis zu 22% ansteigen wird, prognostizierte die Welt Gesundheits Organisation 2015. 44% der Österreicher werden im Jahr 2030 über 50 Jahre alt sein (Statistik Austria, 2015). Auch die Europäische Union hat ein zehnjähriges Programm entwickelt, mit dem Ziel, die Erwerbstätigenquote der 20- bis 64-jährigen Männer und Frauen bis zum Jahr 2020 auf 75% zu steigern.

Altern ist ein individueller Prozess, der viele Chancen mit sich bringt, die Sie in Ihrem Unternehmen aktiv nutzen können. Die 2 wichtigsten Faktoren, die die Altersstruktur in einem Unternehmen beeinflussen, sind dabei die demographische Entwicklung im Umfeld der Unternehmen und die internen Rahmenbedingungen.

Die Entwicklungen externer und interner Rahmenbedingungen führen dazu, dass eine verstärkte Beschäftigung älterer Mitarbeiter nötig und möglich wird (Börsch-Supan 2009, S. 29; Czaja/Sharit 2009a, S. 2).

Ein Grund, auch Ihr Unternehmen zu dem Thema Generationenmanagement fit zu  machen.

Generationenmanagement in Ihrem Unternehmen …

… kann eine neue Strategie in Ihrem Unternehmen werden, welche die Unterschiede und Vorteile verschiedener Altersgruppen im Unternehmen wahrnimmt und entsprechende Bedürfnisse und Stärken berücksichtigt.

Der erste Schritt wäre, eine Analyse Ihrer Altersstruktur im Unternehmen anzugehen, um individuelle Maßnahmen und Prozesse zu definieren und später zu implementieren.

In weiterer Folge empfehlen wir, gemeinsam mit den Personalverantwortlichen Ihres Unternehmens eine Übersicht über bereits eingesetzte Maßnahmen zu erstellen, möglicherweise haben Sie ja bereits Maßnahmen für spezielle Altersgruppen im Unternehmen implementiert.

Nicht alle Konzepte dürfen dabei erst bei den älteren ArbeitnehmerInnen ansetzen. Vielmehr gilt es, die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit bereits am Beginn des Erwerbslebens zu fördern (zB.: Betriebliche Gesundheitsförderung). Dies erfordert einen übergreifenden Ansatz, der auch die (heute) jungen Beschäftigten umfasst.

Essentielle Themen des Generationenmanagements sind Wissensmanagement und Wissenstransfer. Das Gut an Erfahrung und Wissen, das in den älteren ArbeitnehmerInnen steckt, sollte in Ihrem Unternehmen genutzt und dafür gut gespeichert und transferiert werden.

Für den Wissenstransfer zwischen Jung und Alt gibt es spezielle Methoden bzw. Workshop Techniken, die im Unternehmen eingesetzt werden können.

Ein weiterer Ansatzpunkt könnte die Überarbeitung bzw. Anpassung der Arbeitszeitmodelle sein, sowie die betrieblichen Einsatzmöglichkeiten älterer und jüngerer ArbeitnehmerInnen zu hinterfragen und neu zu strukturieren.

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Wie bleibe ich fit im Schichtbetrieb?

Wer kennt nicht das Gefühl am Morgen in der falschen Zeitzone zu leben, wenn der Wecker wieder einmal viel zu früh klingelt. Dann hilft meist nur ein starker Kaffee, um sich für die Herausforderungen des Alltages zu wappnen.

Doch auch Sie können lernen, Ihren eigenen Rhythmus zu erkennen und sich bestmöglich darauf einzustellen. Nicht umsonst zeigen Studien, dass  95% der Wechselschichtarbeiter und 55% der Nachtschichtarbeiter an Schlafstörungen leiden. Dies geht meist mit Müdigkeit, verminderter Konzentration, eingeschränkter Wahrnehmung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit einher. Lischewski et al., (2001) belegen in Ihrer Studie ebenfalls, dass Schichtarbeit zu Ein- und Durchschlafstörungen führt. Des Weiteren wurde aufgezeigt, dass Schichtarbeit  ein erhöhtes Risiko für koronare Herzerkrankungen sein kann (Thomas C & Power C. (2010)) und mit einem eingeschränkten Sozialleben einhergehen kann (Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz (2005)).

Was können wir für Ihre MitarbeiterInnen tun?

Neben Workshops und Vorträgen zum Thema „Gesund leben mit Schichtarbeit“ soll durch eine neutrale und lösungsorientierte Workshop-Moderation das Thema in Ihrem Unternehmen aufgegriffen werden. Das Ziel soll es sein, Belastungen des Schichtdienstes zu reduzieren und die Gesundheit und das Wohlbefinden von SchichtarbeiterInnen zu stärken.

Im digitalen Zeitalter setzten wir auf die Verbindung zwischen digitalen Tools und dem Mitarbeiter unter fachlich kompetenter Anleitung. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Mitarbeiters im Fokus unserer Arbeit. Als digitales Tool freuen wir uns, Ihnen unseren neuen Partner „Schichtfit“ vorzustellen, der eine umfassende App zu diesem Thema entwickelt hat.

Bei Schichtfit handelt es sich um ein Online-Coaching Programm für SchichtarbeiterInnen, welches von ExpertInnen entwickelt wurde und einen gesunden Lebensrhythmus und -stil trotz Schichtarbeit unterstützen soll. Dabei werden unter Einbezug des individuellen Chronotyps Tipps, Anleitungen und Informationen zu Themen wie z.B. Ernährung, Entspannung, Bewegung und Schlaf geliefert. Des Weiteren gibt es einen Online-Schichtplan, der individuell auf die jeweiligen MitarbeiterInnen zugeschnitten werden kann.

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Neuigkeiten zu Betrieblicher Gesundheitförderung und Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz

Das Wichtigste für Sie zusammengefasst:

  • Erster Leitfaden für Psychische Gesundheit 1 – Der Leitfaden regelt nun ganz klar die kombinierte Umsetzung der Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastungen gem. ASchG bzw. B-BSG und Betrieblicher Gesundheitsförderung und stellt die Konzepte sowie deren nutzbare Synergien vor.

Infos gibt es auf der Homepage des BGF Netzwerks unter:
http://www.netzwerk-bgf.at/portal27/portal/bgfportal/content/contentWindow?contentid=10007.752781&action=2&viewmode=content

  • Sichern Sie sich bei der STGKK finanzielle Zuschüsse für Ihre IST-Analyse und Ihre Maßnahmen im Rahmen Ihres BGF-Projektes sowie eine ‚anonyme Krankenstandsanalyse'. Die STGKK bietet Ihnen auch die Möglichkeit einer offiziellen Bekenntnis zur Gesundheitsförderung durch die Unterzeichnung der BGF-Charta. Außerdem kann nach Abschluss des BGF-Projektes das BGF Gütesiegel beantragt werden (mit einem neuerlichen finanziellen Zuschuss für weitere Maßnahmen) und/oder der „Fit im Job" Award angestrebt werden.
  • Die STGKK bietet außerdem zahlreiche Einzelmodule (Bewegung, Ernährung, seelische Gesundheit, Tabakentwöhnung)  für Sie als Unternehmen als Maßnahmen im Rahmen eines umfassenden und ganzheitlichen BGF-Projektes an.

Nähere Informationen erhalten Sie unter: office@research-team.at oder bgf@stgkk.at

  • Kombi AG Österreich – Neuer standardisierter Fragebogen für kombinierte Projekte (BGF und APB)
    Nähere Informationen erhalten Sie unter: office@research-team.at

  • Keine wesentlichen Veränderungen bei den inhaltlichen Schwerpunkten für Förderungen des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) für BGF-Projekte. Die Themen Psychosoziale Gesundheit, Gesundes Führen und Chancengerechtigkeit (insb. Frauen) bilden einen Schwerpunkt. Klein- und Mittelbe­triebe, und hier besonders Klein- und Kleinstbetriebe (KKU), werden weiterhin in den Fokus der Förderungen durch den FGÖ gestellt.
    Vor allem sollen dabei Branchen Beachtung finden, deren Be­schäftigte besonderen Bedarf an Gesundheitsförderung aufweisen (z.B. Bau, Metall).

Nähere Informationen erhalten Sie unter: office@research-team.at oder www.fgoe.org

(Quelle: Überblick Arbeitsprogramm 2016 auf www.fgoe.org)

  • Der FGÖ unterstützt auch weiterhin die Identifikation und Nutzung von Synergien und Nahtstellen zwischen BGF, Arbeitnehmer/innenschutz und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).
    Nähere Informationen erhalten Sie unter: office@research-team.at oder www.fgoe.org
    (Quelle: Überblick Arbeitsprogramm 2016 auf www.fgoe.org)

Wir informieren und unterstützen Sie gerne zu den Fördermöglichkeiten der STGKK und des Fonds Gesundes Österreich und bauen Brücken zu den Kontaktpersonen der jeweiligen Organisationen. Gerade wenn es um die Voraussetzungen bzw. Bedingungen für Förderungen geht, ist es einfacher alles aus einer „ExpertInnen"-Hand zu erfahren.